ENDE DES SOMMERS SOLL DER UMBAU DES ALTEN HAFENS BEGINNEN
Ein Rathenower "Ballermann"  

RATHENOW Nach dem Hafenfest im Juli sollen die ersten Bauarbeiter anrücken. Jörg Kasprzyk vom Bauamt der Rathenower Stadtverwaltung zufolge soll sich schon zum Hafenfest 2005 das Gelände am Alten Hafen mit völlig neuem Gesicht präsentieren. Mit Hilfe des Förderprogrammes "Zukunft im Stadtteil" (ZiS) und rund einer Million Euro soll der Alte Hafen mit Schleusenkanal und Fußgängerbrücke als Verbindung zwischen dem Kirchberg und dem Weinberg fit gemacht werden für die Landesgartenschau 2006.

Vor dem Baubeginn am Alten Hafen kommt aber noch die gesamte von der Stadt Rathenow dem Bauministerium vorgelegte ZiS-Projektliste auf dem Prüfstand. Das letzte Wort darüber, welche der ZiS-Projekte realisiert werden können, hat der so genannte Lenkungsausschuss der Landesregierung an dem mehrere Ministerien beteiligt sind. Der Lenkungsausschuss wird Anfang April auch darüber befinden, ob der jüngst neu in das ZiS-Programm aufgenommene Umbau des Stadion Vogelgesangs zu einem Volkssportpark realisiert wird. Kasprzyk zufolge sei die Ausweitung des ZiS-Gebietes auf den Vogelgesang Anfang März bereits mit dem Bauministerium besprochen worden.

Im Bauausschuss stellten die Stadtplaner Anfang der Woche den neusten Planungsstand für den Umbau des Alten Hafens und des Südhanges der Kirchberges vor. Der Südhang soll mit Grünanlagen weitgehend Erholungszwecken dienen. Temporär soll aber künftig am Alten Hafen noch mehr geboten werden. Es gibt Überlegungen, in den Sommermonaten auf einer großen Leinwand Kinofilme zu zeigen, und ein paar Meter neben der Fußgängerbrücke könnte auf der Kirchbergseite am Ufer des Schleusenkanals der "Ballermann" von Mallorca im Kleinen entstehen. Vorgesehen ist die Einrichtung einer "temporären Strandbar" mit ein paar Tonnen weißem Sand und Palmen. Aufgegriffen werden soll auch die Idee des Studenten Jens Hubald von der Technischen Universität Berlin. Hubald, der jüngst an einer Perspektiven-Werkstatt für Rathenow beteiligt war, hatte die Idee eines Wasserspielplatzes für Kinder. In Spielzeugen, die alle mit Wasser zu tun haben, sollen Kinder die Region entdecken.

Problematisch gestaltet sich zurzeit noch die Parkplatzfrage. Da es Dauerparkplätze auf den neu gestalteten Flächen am Alten Hafen nicht geben soll, ist die Frage der Stellplätze noch nicht endgültig geklärt. Spannend wird auch die Frage, wie die Denkmalschützer die Projektpläne bewerten. Auch die Bodendenkmalpflege soll die Unterlagen dieser Tage erhalten . R.K.


Märkische Allgemeine vom 11.03.2004
 

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